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Kolumne

«(K)ein Neujahrsvorsatz»
von Andreas Kägi

Mehr Sport treiben – weniger essen – mehr lokale Produkte kaufen – weniger Auto fahren – mehr Zeit mit der Familie verbringen – weniger Rauchen – mehr Obst essen – sich weniger ärgern– vermehrt «Nein» sagen – weniger aufs Smartphone schauen.

Haben Sie sich auch gute Vorsätze fürs neue Jahr vorgenommen? Wie lange glauben Sie, dass Sie es diesmal durchziehen werden? Und wenn es nicht geklappt hat, werden Sie es in einem Jahr nochmals versuchen? Angeblich schaffen es nur rund 8%, ihre Vorhaben für längere Zeit durchzuziehen. Meine nicht repräsentative Studie im Hallenbad bestätigt dies: Anfangs Jahr schwimmt es sich wie in einer Lachszucht, gegen Februar lichtet sich das Becken bereits wieder. Warum sollte ausgerechnet der 1. Januar der Zeitpunkt für eine Veränderung sein?

Da ist man noch träge von den Festessen, gestresst von den zahlreichen Anlässen, übermüdet vom Jahreswechsel. Zudem ist die dunkle Jahreszeit, was vielen zusätzlich zu schaffen macht. Deshalb ist der einzige Vorsatz, den ich mir jeweils zum neuen Jahr vornehme, mir keine Neujahrsvorsätze vorzunehmen. Ich warte lieber einen günstigen Zeitpunkt ab, an dem ich motiviert bin und es mir leichter fällt, etwas zu verändern. Es kann ja jeder Tag im Jahr der Start für eine Verbesserung im Leben sein. Und ich nehme mir auch kleine Ziele oder Veränderungen vor. Anstatt den ganzen Keller entrümpeln zu wollen, knöpfe ich mir erst mal nur ein Regalbrett vor. Aber wenn dieses geschafft ist, ist das Motivation für mehr.

Geniessen Sie den Jahreswechsel und setzen dafür das eine oder andere Vorhaben in den restlichen 364 Tagen um. Und bleiben Sie dran!

Die nächsten Termine