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Kolumne

Wunder
von Sandra Vetsch

Wunder finden statt, herbeigesehnt, -gebetet oder keines von beidem. Sie geschehen einfach – auch an Ihnen, an mir – manchmal. Eines, das ich erleben durfte, ereignete ich im Sommer vor einigen Jahren. Die Sonne brannte heiss vom Himmel, als ich mich mit meiner Tochter vom Strand auf den Weg ins Hotel machte. Wir waren etwas bedrückt. Sie hatte ihre Ohrringe verloren. Ich hatte ihr geraten, diese auszuziehen, bevor sie zum Surfen ging. Jetzt waren sie weg! Alles Suchen half nichts, leider.

Mit vollem Magen kehrten wir nach der Siesta an den Strand zurück. Plötzlich blieb ich wie angewurzelt stehen. Auf meinem Buch lagen die Ohrringe und funkelten mir entgegen. Aber nicht etwa der Glanz des Schmuckstückes liess mich innehalten, es war das Staunen über etwas, das ich nicht verstand. Ein Wunder? Saras Liegestuhl war mind. 100m von dem meinen entfernt. Wer war wohl das Werkzeug für dieses Wunder gewesen (ein Mensch, ein Engel, Gott selbst)? Wie oft sprechen wir in solchen Zusammenhängen von Zufällen – nur, die eigentliche Frage bleibt unbeantwortet, woher fällt uns denn unerwartet im Leben etwas zu?

Ich bin überzeugt, es gibt sie wirklich, auch heute noch, unwichtige, winzige und bedeutsame Wunder. Wer Gott in seine Lebensführung miteinbezieht, hat die Türe zu einer neuen Dimension aufgestossen. Wie bereichernd wäre es doch, wenn wir die unverhofften Wunder mit einem sehenden und hörenden Herz erkennen und mutig bei Gott für herbeigesehnte Wunder anklopfen würden… Im Lied «Wunderbar» von Dän Zeltner heisst es: «…mir troue Dir Grosses zue, ..., Dy Name macht Wun-der wahr…». Wie wahr!

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