Kolumne

Öffnet die Türe
von Marianne Bachofen

«Vom Giftzwerg zum Glaubensriesen» - zu diesem Titel habe ich ein Theaterstück gesehen, gespielt von 25 Kindern. Der Giftzwerg war Zachäus, der geldgierige Oberzöllner, welcher von allen Leuten, die nach Jericho hineinwollten, viel zu viel Zoll verlangte. In diesem Theaterstück gab es eine arme Familie; der Vater verletzte sich vor 3 Monaten so schwer, dass er momentan nicht mehr als Zimmermann arbeiten kann. Die Mutter möchte auf dem Markt Eier und ein Huhn verkaufen, damit sie für ihre Tochter Sandalen kaufen kann, die sie ganz dringend braucht. Doch der Oberzöllner Zachäus verlangte so viel Zoll von ihr, dass das Geld nach dem Verkauf der Eier und des Huhnes gerade noch knapp für Lebensmittel reichte. So kehrte die Mutter ohne Sandalen heim, alle waren traurig und gleichzeitig sehr wütend auf Zachäus. An diesem Tag kam Jesus in die Stadt und alle wollten ihn sehen. Doch wieso geht Jesus ausgerechnet auf Zachäus zu, der auf einem Maulbeerbaum sitzt? Ausgerechnet zu diesem Fiesling? Zachäus hatte keine Freunde, welche er in seinem Haus bewirten konnte und nun möchte Jesus sein Gast sein. Seine Freude darüber war riesig. Am nächsten Tag besuchte Zachäus die arme Familie und zahlte ihr das zu viel verlangte Geld vierfach zurück. Ist das ein Trick? Was soll das? Zachäus erzählte der erstaunten Familie, wie der Besuch von Jesus ihm die Augen geöffnet hat. Er war auch als reichster Mann von Jericho nie glücklich. Nun hat er seine Fehler erkannt. Indem er Jesus in sein Haus gelassen hat, hat er gleichzeitig sein Herz für Gott geöffnet.

Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie die Tür für Jesus öffnen und Gott eintreten kann.